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Depressionen Selbsthilfe - Was kann ich tun? | angst-und-panik.de

Depressionen Selbsthilfe

Indem Sie zum Arzt und/oder einen psychologischen Psychotherapeuten gehen oder gegangen sind, haben Sie bereits den ersten und wichtigsten Schritt auf dem Weg zu Besserung getan. Gerade zu Beginn einer Erkrankung sollten diese Kontakte relativ häufig sein. Auch ein kurzes Telefongespräch kann zur Überwindung quälender Gedanken, oder auch zur Stärkung des Selbstwertgefühls hilfreich sein.

Da die Depression eine ernste Erkrankung darstellt, sollten Sie stets dem Rat Ihres Arztes bzw. Therapeuten folgen. Es gibt jedoch auch einiges, das Sie für sich selber tun können. Vielleicht können Sie von nachstehenden Ratschlägen profitieren. Bedenken Sie jedoch bitte, dass Sie bei dem Weg aus Ihrer Erkrankung stets nur sehr kleine schritte, die überschaubar sind, zurücklegen - nehmen Sie sich nicht zu viel auf einmal vor.

Versuchen Sie ...

  • ... sich nicht zu Hause "einzuigeln" und von der Umwelt abzuschotten. Versuchen Sie über das, was Sie bedrückt mit Vertrauenspersonen zu sprechen. Es ist hilfreich, schmerzhafte Erlebnisse verschiedene Male wach werden zu lassen und sich auszuweinen. Dies gehört zum natürlichen Heilungsmechanismus.
  • ... aktiv zu sein. Gehen Sie aus Ihrer Wohnung, machen Sie Spaziergänge, betätigen Sie sich körperlich, halten Sie sich fit. Sie werden merken, dass Sie dann auch besser schlafen können. Nehmen Sie sich - auch wenn Sie sich nicht arbeitsfähig fühlen - etwas vor. Machen Sie eventuell einen Plan zur Ausgestaltung des Tages oder der ganzen Woche. Auch "kleine" Aktivitäten, wie Zeitunglesen, Hausarbeit, Basteln, Einkaufen sind wichtig. Es wird Ihnen helfen, von schmerzhaften Empfindungen Abstand zu gewinnen. Sie werden sich weniger hilflos vorkommen. Denn wenn Sie sich von Ihren Emotionen völlig vereinnahmen lassen, werden Sie sich u. U. noch depressiver fühlen.
  • ... größeren Alkoholkonsum zu vermeiden. Alkohol kann zwar vorübergehend Ihre Sorgen erleichtern und Sie förmlich ertränken. Dies ist aber nur ein kurzfristiger Effekt und keine Lösung. Zu viel Alkohol schadet vielmehr auch der körperlichen Gesundheit. Sie werden sich nach dem "Kater" noch depremierter fühlen. Übermäßiger Alkoholgenuss verhindert, richtige Hilfe zu finden.
  • ... sich optimal zu ernähren, denn Menschen mit starken Depressionen können zu Gewichtsverlust und Vitaminmangel neigen. Frisches Obst und Gemüse sind zu bevorzugen.
  • ... sich vor Augen zu führen, dass die Depression eine sehr häufige Erkrankung ist und dass sie viele andere Menschen überstanden haben. Und warum sollten Sie so viel anders sein, auch wenn dies für Sie jetzt im Moment nicht vorstellbar erscheint. Im übrigen kann eine durchgemachte Depression eine persönlich sehr wertvolle Erfahrung, eine Bereicherung darstellen. Zwischenmenschliche Beziehungen, Situationen, Entscheidungen u. U. klarer angegangen werden.